„Kein Bling, Bling in Deutschland“

15/12/2015 10:37 0 comments

„Kein Bling, Bling in Deutschland“
Ein Statement gegen die Abschiebung der Roma Brüder Kefaet, Hikmet und Selami Prizreni!

bruders

Selami, Kefaet und Hikmet sind Brüder. Selami ist in Deutschland geboren, die anderen beiden kamen als Kinder nach Essen. Sie werden in Deutschland groß und basteln an ihrer Karriere im Hip Hop Milieu. Aber sie dürfen nicht bleiben. Im November 2015 erhalten die Brüder die Nachricht, dass ihre Asylanträge abgelehnt wurden. Die Brüder sind akut von der Abschiebung bedroht. Kefaet und Selami müssen in diesem Fall das Trauma Abschiebung zum 2. Mal nach 5 Jahren, abgeschoben in den Kosovo, erleben.
“Ich hab auch von ‘nem Hummer geträumt und schönen Frauen und Bling, Bling und Flash Mash.” Kefaet aka K-Flow über seine Träume

Hikmet Prizreni

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Ich bin 1981 im Kosovo geboren, in Pristina. Als ich 7 Jahre alt war, sind meine Eltern mit mir und meinem jüngeren Bruder nach Deutschland geflohen. Als ich 13-14 Jahre alt war, fing ich an zu tanzen und Musik zu machen. Ich habe in meiner Freizeit hart trainiert und hatte viele Auftritte. Im Jahr 2000 habe ich eine Maßnahme zum Veranstaltungstechniker bei »Ethno Art Ruhr« gemacht. Dort habe ich Veranstaltungstechnik gelernt und habe diverse Kurse in Büroorganisation absolviert. Ich hatte dort ein eigenes Büro und war für die Förderung der Hip-Hop-Kultur zuständig. Somit habe ich die Netzwerke der Hip-Hop Jugend in Rap, Gesang und Tanz, gefördert. 4 Jahre lang war ich dort beschäftigt. Im Rahmen dieser Tätigkeit (2004/2005) leitete ich zusätzlich eine Arbeitsgruppe in der Gesamtschule Holsterhausen und gab dort ein Jahr lang Tanzunterricht für die Schüler und Schülerinnen. 2007 machte ich einen Deutschen Vizemeister und den 4. Platz in der Weltmeisterschaft für Electric Boogie und Hip-Hop-Tanz. Mit meinem Bruder plante ich den Durchbruch mit unserer Musik. Dann kam ein starker Schicksalsschlag und meine Brüder wurden in den Kosovo abgeschoben. Unsere Pläne froren genauso wie die Musik ein. Ich ging noch mal mit 29 Jahren zur Volkshochschule, um meinen Realschulabschluss nach zu holen und habe nebenbei Vollzeit gearbeitet, um meine Brüder im Kosovo zu unterstützen. Aufgrund meiner persönlichen Situation und der hohen Belastung, unter der ich nach der Abschiebung meiner Brüder stand, konnte ich meine Ziele nicht mehr verfolgen. Jedoch habe ich und tue es immer noch, mich für Jugend, Zivilcourage und Menschenrechte eingesetzt, bin auf Charity-Veranstaltungen und für Menschenrechte aufgetreten. Das tue ich aus Überzeugung, weil ich ein Fremder im eigenen Herkunftsland bin und dort nicht willkommen wäre. In Deutschland bin ich zuhause, aber auch nicht willkommen weil man mich jetzt nach 27 Jahren Aufenthalt in Deutschland abschieben will.

Kefaet Prizreni

kef

Meine Eltern flohen aus dem ehemaligen –Jugoslawien im Jahre 1988 nach Deutschland mit meinem älteren Bruder Hikmet Prizreni der zu dieser Zeit 7 Jahre alt war und ich Kefaet Prizreni war zu dem Zeitpunkt 4 Jahre alt. Wir gehören der Minderheit der Roma an und sind in den Balkan Ländern das letze Glied der Gesellschaft. Mein jüngerer Bruder Selami ist sogar in Essen Geboren und hat denselben Kampf mit geführt, obwohl ihm gesetzlich mehr zusteht wie jedem anderen in der BRD geborenen. Meine Eltern haben mittlerweile sogar einen unbefristeten Aufenthalt, meine Mutter Fahire Prizreni hat sogar den Einbürgerungstest erfolgreich bestanden und ihr wird jetzt seit guten 4 Jahren die Einbürgerung aufgeschoben. Ich und mein Bruder Selami, der in Essen geboren ist, wurden zu Unrecht und ohne jede Information seitens der Ausländer Behörde Essen abgeschoben zum Jahr 2010 am 15.03. zwischen 5-6 Uhr in der Früh wurde meine ehemalige Wohnung in Essen Huttrop gestürmt von der Bundespolizei , wir durften uns nur was rüber schmeißen und wurden vor der verschreckten Familie in Handschellen und verbundenen Schuhen abgeführt, auf der Wache im Essener Polizeipräsidium wurden wir einem Richter vorgeführt und einem Sachbearbeiter/Mitarbeiter der Ausländer Behörde Essen, die uns dann erst klar machten das wir in den Kosovo abgeschoben werden. Ohne die Möglichkeit gehabt zu haben irgendjemanden zu informieren wurden wir nach Büren in Abschiebe-Haft transportiert für ganze 2 Tage und waren dann am 17.03.2010 in den Kosovo gelandet, in einem Land wozu ich kein Bezug hatte und mein Bruder noch weniger. Wir schlugen uns durch den gesamten Balkan weil wir in jedem Land nicht mal geduldet und es immer in Obdachlosigkeit , Depressionen, Angst vor Übergriffen, keinen Perspektiven, keine Möglichkeit zur Eingliederung/Integration/Inklusion, offener Rassismus und Diskriminierung gesellschaftlich wie Institutionell , an der Tagesordnung ausgelebt wird. Diese unrechtmäßige Abschiebung wurde sogar angefochten von unserem Anwalt und wurde sogar zu unseren Gunsten entschieden hatte aber keine Auswirkung auf unsere derzeitige Situation. Wir durften nicht legale einreisen und blieben in Kosovo hängen.
Dieser Kampf im Balkan zu überleben und zurück nach Deutschland zu fliehen wurde auch von einem Filmemacher aus dem Kosovo Begleitet wo deutlich gemacht wird wie man mit der Roma-Minderheit umgegangen wird bzw. sie sogar immer und andauern unterdrückt wird bis heute noch(‘‘Trapped By Law‘‘), ich und mein Bruder schafften es nach 4 Jahren und 9 Monaten über Serbien- Ungarn zurück nach Deutschland zu fliehen. Wir sind aktuell wieder in Essen und haben auch einen Asylantrag gestellt der abgelehnt wurde ohne überhaupt diesen richtig zu prüfen.
Ich bin wie zuvor erwähnt auch stolzer Vater 2er Kinder, die auch in Essen geboren sind: 2002 meine Tochter Ceylan und in 2003 mein Sohn Cihan-El Nino Prizreni. Ich habe sehr engen und familiären Kontakt zu ihnen und würde ihn sehr gerne als Vater zur Seite stehen, lange genug wurden wir druch die Abschiebung getrennt. Gilt in Deutschland die Kinderrecht Konvention nicht? Meine Kinder brauchen mich und ich brauche Sie. Sie befinden sich grade in einer sehr wichtigen Phase ihres Lebens und ich will als eine starke Bezugsperson für sie Dasein. Dennoch muss ich jetzt wieder darum bangen, dass ich in sehr absehbarer Zeit wahrscheinlich wieder abgeschoben werde.
Ich habe mit sehr viel Eifer und Mühe geschafft eine gute Basis aufzubauen die es mir und uns, ermöglicht durch die Talente die wir haben um ein vielfaches der Gesellschaft und den Behörden hilft und sogar entlastet, bei dem Derzeitigen Flüchtlings-Strömen die zur Zeit nach Deutschland kommen, aktiv zu helfen in dem wir selbst aktiv Flüchtlinge betreuen und ihnen helfen sich im Land zu recht zu finden.
Wir sind musikalisch wie sprachlich sehr begabt und haben selbst auch schon viele Projekte verwirklichen können, wir sind zurzeit auch tatkräftig dabei viele Initiativen und Organisationen zu unterstützen mit unseren Erfahrungen und Darbietungen die für Flüchtlinge errichteten Unterkünfte und den Betreuungsarbeit Leistenden nicht nur zur Seite stehen sondern auch versuchen diese auch so gut wie möglich in die multiethnische und offene Gesellschaft mit einzubringen. Der Verein welchen ich mit engen Freunden und Familie mit Herzblut betreibe nennt sich roma-art-action.

Selami Prizreni

sel

1988 flüchtete meine Mutter Fahire hochschwanger mit meinem Vater Xhelal und meinen zwei Brüdern Kefaet und Hikmet aus dem Kriegsgebiet Kosovo (heute Ex-Jugoslawien) nach Deutschland. Am 20.04.1989 erblickte ich als jüngster der drei Söhne in Essen das Licht der Welt und habe dort meine Kindheit und Jugend verbracht. In meiner Freizeit beschäftigte ich mich mit Hip Hop und begann, inspiriert von meinen beiden Brüdern, im jungen Alter zu Tanzen und zu rappen. Was auch in den Schulen auf die ich ging einen nachhaltigen Eindruck hinterließ.
Ich besuchte 10 Jahre Essener Schulen und versuchte mit 17 meinen Abschluss an der Volkshochschule zu machen. Leider musste ich meine Schullaufbahn im dritten Semester, u.a. motiviert durch Bestrebungen der Ausländerbehörde, abbrechen. Mir drohte die Abschiebung und ich musste ein Arbeitsverhältnis aufnehmen. Damals erschien es mir als der einzige Weg meinen Aufenthaltsstatus zu stärken. Ich arbeitete in verschiedenen Jobs und hielt mich Überwasser. Ich war damals sehr enttäuscht nicht meinen Schulabschluss machen und eine Ausbildung anfangen zu können. Der Weg den ich gehen musste um in Deutschland bleiben zu können wirkte im Spiegel der „Normalbiografie“ meiner Freunde geradezu absurd und war mir peinlich. Dennoch gab es viele Menschen die mich in meiner Situation unterstützten, die mir bis heute gute Freunde sind.
Die Chance, auch in Deutschland erwachsen zu werden, wurde mir durch die Abschiebung von mir und meinem Bruder Kefaet, einen Monat vor meinem 21. Geburtstag genommen. Ich wurde in der Nacht vom 15.10.2010 unangekündigt von Polizisten aus dem Bett geholt und in Handschellen aus meinem Elternhaus geführt und wurde in einem Blitzverfahren dem Richter vorgeführt. Dieser ordnete die Abschiebung von mir und meinem Bruder an. Nach 2 Tagen Abschiebehaft in Büren und völliger Ratlosigkeit sowohl bei uns als auch bei unserer Familie, wurden ich und mein Bruder in den Kosovo abgeschoben. Ich hatte die Hoffnung, dass dies nur ein juristisches Missverständnis ist und ich und mein Bruder schnell wieder unser Leben in Deutschland aufnehmen könnten.
Gelandet im Kosovo wurden uns 50 € gegeben und wir waren plötzlich in einem Land, welches Kefaet aus Kindheitserinnerungen und ich nur aus den Geschichten meiner Eltern kannte. Die Landessprache Albanisch beherrschten wir nicht und sprechen es selbst nach 5 Jahren in diesem Land nur gebrochen. Wir verständigten uns mit den Menschen in unserem „Heimatland“ auf Englisch und mit anderen Betroffenen auf Deutsch. Wir wussten nicht wie und wo wir arbeiten sollten, hatten kein Obdach und keine Familie im Kosovo auf die wir uns stützen konnten. Zudem wurde die bereits in Deutschland erfahrene Abneignung gegen Roma, als Zigeuner (=ziehender Gauner) immer realer und bedrohender. Die offene Diskriminierung, Gewalt und Unterdrückung gegen Roma im Kosovo wurde ein massiver Teil unseres Alltags. Vier Jahre versuchten wir verschiedene Visa zu beantragen.
Als Künstler und Protagonisten der über uns erschienen Dokumentation „Nakhino – Trapped By Law“ wurden wir nach Deutschland und Slowenien eingeladen und versuchten über Kulturvisa zurück nach Deutschland zu kommen und sei es auch für einen kurzen Zeitraum um die Familie und Freunde zu sehen. Trotz vieler Krisen vergaßen wir auch im Kosovo nicht die Menschen in unserem Umfeld und setzten mit Hilfe des UNICEF Innovationslab und anderen Organisationen, Hip Hop Tanzkurse und Lyrical Coachings für sozialbenachteiligte Jugendliche aus Plementina, Fushe kosova und Preluzha um. Außerdem trat ich mit meinem Bruder als Hip Hop Crew K.A.G.E. auf.
Nach fast 5 Jahren in menschenunwürdigen Umständen, getrennt von unserer Familie und dem sozialen Umfeld, müde von den ständigen Ablehnungen, durch korrupte Behörden, die wir uns nicht leisten konnten und der deutschen Bürokratie, beschlossen wir zurück nachhause zu flüchten. Zusammen mit meinem Bruder lief ich über Serbien und Ungarn zurück nach Deutschland und konnte Silvester 2014/15 wieder mit meiner Familie vereint feiern.
Bereits 2013 im Kosovo prozessierte ich gegen meine Abschiebung und gewann die Verhandlung. Meine Abschiebung war also unrechtmäßig. Dennoch war ich gezwungen über die Grenzen nach Deutschland zu flüchten, musste die Kosten für die Abschiebung mit dem wenigen Geld was ich hatte zurückzahlen und hatte trotzdem noch keinen sicheren Aufenthalt in Deutschland. Von Monat zu Monat musste ich erneut bangen nicht mehr in Deutschland bleiben zu dürfen. Trotzdem machte ich weiter und entschied mich zusammen mit meinem Bruder Kefaet und Freunden die Initiative Roma-Art-Action ins Leben zu rufen. Ich tourte mit meiner Band K.A.G.E. und der Band meiner Brüder Rollin Hopp über Deutschlands Bühnen, gab Radiointerviews und nahm an Podiumsdiskussionen zum Thema Anti-Romaismus als Experte teil und trete bis heute bundesweit für Menschenrechte ein.


Am 09.10.2015 wurde Hikmet Prizreni verhaftet und ihm droht die Abschiebung. Wir wollen Euch mobilisieren für die Freiheit von Hikmet aufzustehen! Er lebt seit 27 Jahren in Deutschland und braucht unsere Stimme gegen seine Abschiebung!
Bleiberecht für alle! Sei dabei und mach mit!
Mher infos über Hikmet..http://www.alle-bleiben.info/freiheit-und-bleiberecht-fuer-hikmet-kampf-um-sein-bleiberecht-geht-weiter-und-brauchen-dafuer-eure-unterstuetzung-sowohl-politisch-als-auch-finanziell/

http://www.alle-bleiben.info/abschiebungsanordnung-nach-27-jahren-wir-fordern-ein-bleiberecht-fuer-hikmet/

http://www.alle-bleiben.info/soli-konzert-freiheit-fuer-hikmet-alle-bleiben/

Soli Konzert “Freiheit für Hikmet” ALLE BLEIBEN!

Dienstag, 22. Dezember um 21:00 Uhr

SO36

Oranienstr. 190, 10999 Berlin

Soundunterstützung gibts von MC JOSH – NASH / Çığır / K.A.G.E
und mhr….

https://www.facebook.com/events/1571451533096982/

BITTE DIESE PETITION UNTERSCHREIBEN UND ZAHLREICH WEITERLEITEN!!!!!

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