Roma Thüringen:Demonstration am 24.03.2015, 14 Uhr, Hauptbahnhof Erfurt

22/03/2015 13:54 0 comments

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Demonstration am 24.03.2015, 14 Uhr, Hauptbahnhof  Erfurt

Gegen Abschiebung – Bleiberecht für Alle!

Liebe Menschen, wir, die Gruppe Roma Thüringen laden ein zur Demonstration
gegen Abschiebung und für ein Bleiberecht für Alle. Die Roma, die in
Thüringen leben, wissen dass sie nach dem sogenannten
„Winter-Abschiebestopp“ fast alle von hier vertrieben werden sollen. Wir
Roma leben aber hier und müssen hier bleiben! Dass selbst auch der
„Winter-Abschiebestopp“ eine Lüge ist, konnte in den letzten Tagen in
Erfurt gesehen werden, wo Menschen abgeschoben werden sollten und wir es
mit Vielen gemeinsam verhindern mussten. Es werden hier andere Worte wie
„Rücküberstellung“ oder andere Paragraphen genannt, aber im Kern bleibt es
dasselbe: Eine Abschiebung bleibt eine Abschiebung.

Die Diskriminierung gegen uns wird nicht ernst genommen. Schon aufgrund
des Gesetzes der sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“ werden unsere
Anträge auf Asyl nicht anerkannt. Dass wir wegen Rassismus überall
ausgegrenzt und diskriminiert werden, dass wir kein sicheres Land kennen,
wird ignoriert. Stattdessen wird öffentlich gegen uns gehetzt und es
werden extra Gesetze gegen uns verabschiedet.

Deutschland trägt eine schwere Last, da es Rassismus gegen Roma
vorangetrieben hat und uns in der NS-Zeit aus vielen Ländern deportierte,
in Arbeitslager gesperrt und viele von uns ermordet hat.
Heute sind wir hier, reichen den Deutschen mit Roma Thüringen die Hand und
bitten sie, uns kennen zu lernen. Was uns aber entgegenschlägt ist Terror.
Uns wird gesagt, entweder ihr verlasst „freiwillig“ Deutschlandoder die
Polizei kommt. Viele andere von Abschiebung bedrohte Menschen teilen diese
Angst vor der deutschen Polizei. Ständig müssen wir neue Wege suchen, um
endlich Ruhe zu finden; um ein Bleiberecht in Deutschland zu finden. Aber
die deutsche Politik verschließt alle Türen vor uns.

Darum laden wir alle ein: Wenn Ihr alle mitdenkt und wir gemeinsam
kämpfen, können wir es miteinander ändern. Wann wird das Bewusstsein in
den Köpfen reifen, das den Roma ein gutes Leben in Deutschland zugesteht?
Wann wird der Rassismus gegen uns, der Antiromanismus, endlich aufgegeben?
In 10 Jahren? In 100 Jahren? Nein jetzt ist es an der Zeit!

Von PolitikerInnen hören wir, Geflüchtete seien willkommen. Von
Ausländerbehörden, Polizei, dem Bundesministerium (BAMF) und allen
anderen Behörden hören wir, es gebe keinen Rassismus in Deutschland.

Doch wir Roma und auch andere Asylsuchende sitzen zuhause und haben Angst,
dass die Polizei mit Waffen kommt um uns abzuschieben. Wir müssen in
Deutschland mit Angst und Terror leben. Ihr macht damit Menschen psychisch
kaputt; es gibt Menschen unter uns mit Herzproblemen und der Stress, der
gemacht wird, ist lebensgefährlich. Ihr PolizistInnen solltet euch schämen
und euch überlegen wie es für euch wäre, wenn es um eure Kinder gehen
würde. Ihr habt keine Kultur!

Wir fordern die Parteien der Landesregierung in Thüringen auf, zur
Demonstration zu kommen und uns zuzuhören und endlich ernst zu nehmen.

Wenn ihr uns ernst nehmt, bereitet es euch schlaflose Nächte. Das wünschen
wir euch auch, denn wir schlafen schon lange nicht gut. Bringt Lösungen
und kein schönes Gerede; uns hilft nur Praktisches, weil wir unmittelbar
davon betroffen sind. In Deutschland heißt es, dass es Demokratie gebe.
Aber weshalb haben AsylbewerberInnen keine Freiheit und werden aus der
Demokratie ausgeschlossen? Sind wir zuhause, haben wir Angst; laufen wir
durch die Stadt, haben wir Angst. Wollen wir in die Disco gehen, wird uns
der Eintritt verweigert, weil wir keinen deutschen Pass haben. Deutschland
ist nationalistisch und seine Demokratie gilt nur für die sogenannten
Deutschen. Wir Roma haben nicht einmal das Recht in ein anderes Bundesland
zu gehen, weil es die Residenzpflicht für uns gibt.

Lasst uns alle, die das betrifft und alle, die mit uns kämpfen wollen,
zusammen kommen und gemeinsam die richtigen Worte finden:
„Abschiebestopp – Bleiberecht für alle!“
Wir kämpfen alle gemeinsam und sprechen es aus: „Stoppt alle Abschiebungen!“

Kontakt:
Toni S., Pressekoordination
Internet: www.facebook.com/roma.thuringen
Tel. 017639647472
E-Mail: roma-thueringen@hotmail.com




mazedonisch ////Makedonksi

DSC_5471_fhdrDemostracija 24.03.2015 14:00 casot vo Erfurt Haupt Bahnhof

Dragi narode
Nije grupata Roma Thüringen zivejat so znaenjoto Deka zimskata Deportacija završuva Nije romite treba ovde da ziveeme.isepak zimskata Deportacija e narečena e kako Laga,zatoa imate takvo nešto videno vo Erfurt, kako luge se deportirale. Nije so site zaedno go sprečevme toa se ima kazano i odgovoreno na javnost, ali sepak Deportacija si ostanuva Deportacija,

Diskrimiranjeto Protiv nas ne se zemat na ozbilno sepak ne smatrat kako sigurni zemji našite baranja na azil ne Se priznavat. ot kako Nije so rasizmot sme sekade Pogodeni i ot demokracija izvadeni, Deka Nije sigurna zemja nepoznavame, vo Sekoj čekor na javnost ke Se zboruva i Razni zakoni ke ni izvadat za dane brkat ot sekoja strana.
Germanija sepak go vodi rasizmot Protiv romite kako Sto ostanalo taga ot nacističkoto vreme ot poveke zemji dane deportirat vo rabotni pogoni bevme zatvoreni i poveke ot nas Bea utepani
I deneska sme ovde da im pružime raka na germancite so Roma Thüringen im pruzime raka so počit za dane zapoznavat. Ako nego storat toa e Za nas toa ke ostane Terror za nas Ili ke ni kažat pot pišitesete dobrovolno Ili policija ke dojde mnogu takvi deportaciji što so poslednici gi napagat narodot go spodelat samo so stravot ot germanskata policija stalno morame nekakvi izlazi da najdeme i sotoa nigi zatvrat site vrati,

Zatoa ve pokanuvame ako na vas ke tekne zada se borime zaedno možno e zaedno megju nas da go smenime, kako slepi se ponašuvat vo nivnite glavi so bogat um Deka Nije romite živeeme dobar život, vo Germanija točkata ne e odgovorena ostana zatvorena, koga ke prestane rasizmot i autonomijata koga ke Se predade za nas vo 10godini. Ili vo 100 godini. NE SEGA E VREMETO, dase stori toa.!
Ot političarite slušame Dobro dojdovte izbeglici, ot auslender behorde Policija, vo Bundesamt za migracija i ot pogolemi sluzbenici slušame Deka nema racizam vo Germanija, sepak Nije Romi i drugi baratelji na azil sedeme doma so strav ot policijata so oruzje i čekame dane deportirat. Nije vo Germanija ne treba da se plašime i Terror da doživeeme so toa nigi narušuvat čovečkite zravdstva poveke ostanuva ot toa duri psihički bolni i ot takvo nesto se doveduva do srcev udar. Stress i po opasni bolesti koi gi narušuvat čovečkoto zdravje
A vije policajci stram da vije i dobro razmislete toa za vas da vise desi za vašite deca kakov čes ke čustvuvate Vije nemate Kultura.!
Nije barame ot Partijata na Vlast ot Thüringen vo demostracija da dojdete i dane slušate i vo ozbilno da ne zemete ako ne zemete vo ozbilno vi posakuvame dobro da spijete i toa go sakame za vas. Da znajete nije ne spijeme ot damna dobro.
Doneste rezultati ane loši zakoni na nas samo praktično ne pomaga zašto ot takvo nešto go imate doživeano što godostapuvate vije. Germanija e proglasena Demokratska zemja ali za azilantite ne ma sloboda. i se isklučeni ot demokracija, Dali sme vo našite zemji se plašime da odeme nekade vo gradot. Sakame vo disko da odeme ni baraat germanski pasoš.Za vlez germanskata demokracija važi samo Za germancite Nije Romi nemame pravo i vo drugi germanski pokrajini slobodno da patuvame. zašto ima residenta sijan za nas!

Dojde so nas tije koi se pogodeni ot vakvi dejstva i dase borime zaedno Protiv Ova da najdeme zaedno rešenje. STOPP DEPORTACIJA I BORAVA ZA SITTE
Kese borime zaedno i kese izkažeme
Stop Sitte Deportaciji

Kontakt :Toni. S
Tell. : 0176 396 47472




























Am kommenden Dienstag, den 24. März, findet wieder eine Sammelabschiebung vom Baden Airpark nach Serbien und Mazedonien statt. Das Regierungspräsidium Karlsruhe bestätigte gegenüber Radio Dreyeckland den Termin. Der Flieger soll um 16.15 Uhr starten. Von den Sammelabschiebungen der letzten Monate waren zahlreiche Personen, darunter auch Familien mit Kindern, aus Baden-Württemberg und anderen Bundesländern, betroffen. Unter ihnen befanden sich mehrheitlich Angehörige der Minderheit der Roma. Es ist davon auszugehen, dass die Umstände diesmal ähnlich sein werden.

Pikant: Mit dem 24. März hat die grün-rote Abschiebebürokratie ausgerechnet den Jahrestag der Deportation der baden-württembergischen Sinti und Roma nach Auschwitz gewählt. Am 24. März fuhr der Zug von Offenburg ab. Ziel: Das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Die meisten der Deportierten wurden dort von den Nazis ermordet.

Grün-Rot schiebt Roma am 24. März ab, am Jahrestag der Deportation der baden-württembergischen Sinti und Roma nach Auschwitz

 

 

 

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