Der Flüchtlingsrat Berlin e.V. und KommMit e.V./BBZ Berlin rufen auf zur Kundgebung: Alle Roma bleiben hier! Mo., 20.6.2016, 8:30-9:30 Uhr Ort: Gendarmenmarkt 5, am Französischen Dom

17/06/2016 23:41 0 comments

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Alle Roma bleiben hier!

FR_BBZ_Aufruf Alle Roma bleiben20.6.16

 Mo., 20.6.2016, 8:30-9:30 Uhr

Ort: Gendarmenmarkt 5, am Französischen Dom

(Am Rande der Eröffnung des 16. Berliner Symposium für Flüchtlingsschutz)

In Berlin und ganz Deutschland sind Angehörige der Roma seit Jahrzehnten massiv von Abschiebungen bedroht und haben keine sichere Bleibeperspektive. Die Bundesrepublik gewährt ihnen kein Bleiberecht, obwohl sie schon aus historischer und politischer Verantwortung  für die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus ihren Schutz und die Wahrung ihrer Menschenrechte in Deutschland garantieren müsste.

Stattdessen wurden die Westbalkanländer Serbien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro und Albanien pauschal zu sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“ erklärt. Damit hat sich die Situation vieler Schutzsuchender aus diesen Ländern nochmals massiv verschlechtert – darunter sehr viele Angehörige der Roma-Minderheit, denen jede Aufenthaltsperspektive in Deutschland entzogen wird.

Viele Familien leben seit Jahren mit Duldungen und in ständiger Angst vor Abschiebungen; obwohl viele Kinder und jugendliche Roma in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, werden sie ins Elend abgeschoben; neu ankommende Asylsuchende aus dem Westbalkan durchlaufen Asylverfahren im Schnelldurchgang, ohne faire Prüfung ihrer möglichen individuellen Schutzgründe. Da ihre Herkunftsländer per Gesetz pauschal als „sicher“ gelten, sind schnelle Ablehnungen, teilweise innerhalb weniger Stunden, und Abschiebungen in die Westbalkanregion an der Tagesordnung.

Roma werden insbesondere in West- und Osteuropa durch Rechtsradikale und von weiten Teilen der Mehrheitsgesellschaft massiv diskriminiert und ausgegrenzt. Durch eine nationalistische und chauvinistische Politik in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens sind sie an Leib und Leben bedroht. Grundrechte auf menschenwürdiges Wohnen, auf Gesundheit und Bildung werden ihnen vorenthalten. Sie sind Opfer von Hetze, Gewalt, Mord, Vergewaltigung und Verfolgung. Für Roma gibt es keine sicheren Herkunftsländer!

Wir fordern:
• Schluss mit Diskriminierung, Hetze und Gewalt gegen Roma in Deutschland und Europa!
• Schluss mit der Politik der „sicheren Herkunftsstaaten“, faire Asylverfahren für alle!
• Bleiberecht und Einbürgerung für langjährig in Deutschland ansässige Roma!
Unterstützer_innen: Bleiberecht Kampagne „alle bleiben“, Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der
Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V., Gesellschaft für bedrohte Völker.
Initiativen, Kampagnen, Hintergrund:
http://supportromaprotest.blogsport.de/, www.alle-bleiben.info, www.fluechtlingsrat-berlin.de/bleiberecht.php
Mahnwache der Gesellschaft für bedrohte Völker: 20.6., 13-16 Uhr, vor der Neuen Wache, Unter den Linden 4, Berlin.

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Romanes:

E Roma, boshonencar ano Berlin thaj ani celo Nemacka ,si ugrozime thaj pretilpe ljendje kaj ka traden ljen.E Republika e Nemackaci nastil pruzil ljendje boravak ,iako istorijski thaj politicki si duzno te zastitil ljen,zbog o mudaripe thaj diskriminacija savi sasa cerdi ljendje kana sasa o Nacizam.

E phuva ano Balkan: Srbija,Makedonija, Bosna i Hercegovina,Kosovo,Crna Gora hem e Albanija si okova bos 2015 proglasime kaj si sigurne phuva. Od atheri rumisajlji e situacija okoljendji katar akala phuva save roden azil,mashkar ljende si vi but Roma.

But djene zivin boshonencar telo “Duldung” thaj daran te ni traden ljen. Bute djenendje cavre si bijande thaj barilje ani Nemacka,a ljendje pretil deportacija.

E nevendje save aven thaj roden azil, but spejt zavrsilpe e procedura za azil.E Phuva katar von aven si “sigurne” , ljendje price thaj sa so nakhlje naj  vazno, spejt odbin ljen a po khaj drom duj-trin sahatondje. E deportacije desinpe svako djive.

E Roma si masivno diskriminisane ani zapadno thaj istocno Evropa. Ljengo pravo te stanujin, te aven zdravstveno ósigurime,hem skolujime si uskratimo.E nacionalisticko politika thaj e manusa iskljucil ljen. Svako djive si e Roma zrtve save traden thaj maltretirin.

E Roma naj ljen „sigurno phuv katar aven“!!
Amen roda kraj katar e dikriminacija hem deportacija e Romendji ani Nemacka thaj ani celo Evropa. Amen roda sigurno thaj dostojanstveno zivot savrendje hem svugde!
Te acen e Roma ani Nemacka!


Serbisch:

Romska zajednica je već decenijama u Berlinu i čitavoj Nemačkoj ugrožena – preti im deportacija i nemaju perspektive sigurnog boravka. Savezna Republika im ne može pružiti boravak, iako je – u okviru ljudskih prava – istorijski i politički dužna zbog progona i ubijanja Roma i Sintija tokom Nacizma.

Zemlje zapadnog Balkana tj. Srbija, Makedonija,Bosna i Hercegovina, Kosovo, Crna Gora i Albanija su 2015. paušalno proglašeni tkz. sigurnim državama porekla. Od tada se situacija tražiocima azila, među njima romska manjina, dosta pogoršala.

Puno porodice već godinama žive sa statusom ‚Duldung’ (povratak privremeno stavljen van snage) u stalnom strahu od deportacije. Njihova deca su delimično rođena i odrasla u Nemačkoj, a i njima preti deportacija. Novi tražioci azila trpe ubrzan postupak azila bez poštene procedure. Zemlje porekla su deklarisane kao „sigurne“, njihove priče i iskustva nisu važna, brzo su odbijeni, ponekad za nekoliko sati. Deportacije su svakodnevnica.

Romkinje i Romi su masivno diskriminisani u zapadnoj i istočnoj Evropi. Osnovna prava stanovanja, zdravstvene podrške i obrazovanja su uskraćeni. Nacionalistička politika i društvo ih isključuje. Svakodnevo su žrtve nasilja i progona. Romi i Romkinje nemaju „sigurnu zemlju porekla“!

Tražimo kraj diskriminacije i progona romske manjine u Nemačkoj i Evrope. Tražimo dostojanstven i siguran život za sve, svuda! Za boravak za Rome u Nemačkoj!

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