Demonstration am Samstag 13. Oktober 2012 11 Uhr ab Rosenwinkel

12/10/2012 17:34 0 Kommentar

Romakinder und Jugendliche demonstrieren f├╝r das Bleiberecht ihrer Familien! Demonstriert mit!

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F**K DEPORTATIONS! ALLE BLEIBEN!
Ein Romam├Ądchen in Mitrovica zeigt den deutschen Politikern bei ihrem Delegationsbesuch im Kosovo was sie von Abschiebungen h├Ąlt …

F**K DEPORTATIONS! ALLE BLEIBEN!

Romakinder demonstrieren Widerstand aus Sorge ├╝ber ihre Zukunft

├ťber die H├Ąlfte der von Abschiebung bedrohten Roma in Deutschland sind Kinder und Jugendliche. Im Kosovo und Serbien erwartet sie ein weitgehend chancenloses und von Ausgrenzung gepr├Ągtes Leben. Dieser katastrophalen Zukunftsaussichten sind sich die betroffenen Kinder meist voll bewusst.

Darum gehen in Deutschland Kinder auf die Stra├če um ihr Recht einzufordern in dem Land leben zu d├╝rfen in dem sie aufgewachsen sind.

Dieser Filmtrailer zeigt Kinder in Deutschland die von einer Abschiebung bedroht sind sowie Kinder nach ihrer Abschiebung in den Kosovo. In Deutschland wird demonstriert um die ├ľffentlichkeit zu informieren und zu ├╝berzeugen w├Ąhrend im Kosovo vergeblich versucht wird wieder in die Schule gehen zu d├╝rfen.

Heute am 11.10.2012 gab es wieder eine Abschiebung nach Serbien. Am 18.10. soll eine Weitere Maschine nach Kosovo gehen.

elft uns die Politik zu ├╝berzeugen diese Abschiebungen zu stoppen! Unterzeichnet unsere Unterschriftenliste an die Innenminister!

 

***WEITERSAGEN!!!***ALLE BLEIBEN!***

Als wir uns vor einem halben Jahr als das ÔÇ×G├Âttinger B├╝ndnis Bleiberecht f├╝r RomaÔÇť gegr├╝ndet haben, hatten wir uns fest vorgenommen, dem herrschenden Antiziganismus etwas entgegenzusetzen und Abschiebungen von Roma konsequent zu verhindern und ein Bleiberecht f├╝r alle! zu erstreiten. Die f├╝r den Auftakt organisierten Aktionstage mit einer Ausstellung, Theater, Party und einer gro├čen Demonstration im M├Ąrz dieses Jahres gaben Anlass f├╝r einen hoffnungsvollen Kampagnenstart.

Doch die Abschiebungen von Romni und Roma haben nicht aufgeh├Ârt. Im Gegenteil: Erst vor zwei Monaten wurde ein junger Roma (Ashkali) aus G├Âttingen nach Pristina abgeschoben. Ein junger Mensch, der hier 20 von seinen 21 Lebensjahren gelebt hatte. Und diese Abschiebung wurde auch noch mit der Nichterf├╝llung einer Integrationsvereinbarung begr├╝ndet, die dem Fass den Boden ausschl├Ągt: wo denn, wenn nicht hier, soll sich ein Mensch integriert haben, der sein ganzes Leben hier gelebt hat? Im Kosovo, wo er nur die ersten 4 Monate seines Lebens verbracht hat. Ganz bestimmt nicht. Nein, die ganze Integrationsdebatte erweist sich hier als die Farce, die sie schon immer war: eine Ideologie zur Herstellung eines angeblich auf gleichen Grundwerten und Tugenden aufbauenden, homogenen Volksk├Ârpers, aus dessen Mitte Fremde, nicht Integrierte entfernt werden m├╝ssen. Eine gewaltt├Ątige Ideologie, die mittels Abschiebungen – gerade in der auch hier langsam ankommenden Krise ÔÇô ein einig Volk schafft.

demo 131012 front

In G├Âttingen und Umgebung sind mehrere Hundert, in Deutschland mehrere Tausend und in der EU mehrere Zehntausend Roma aktuell von Abschiebung bedroht. Wir betonen dies an dieser Stelle nochmal, weil uns die europ├Ąische Dimension des institutionellen Antiziganismus so wichtig zu benennen ist. Denn so l├Âblich die nach wie vor bestehenden Beschl├╝sse von Stadt und Landkreis G├Âttingen gegen Abschiebungen von Roma in den Kosovo sind, so beispielhaft sind die trotzdem mit aller Gewalt durchgef├╝hrten Abschiebungen aus dem Hause Sch├╝nemann f├╝r die europ├Ąische Wirklichkeit der Roma:

Hier in Deutschland leben sie in Kettenduldung und sozialer Ausgrenzung, in Frankfreich werden auch unter Hollande Massendeportationen vollzogen und ganze Roma-Siedlungen dem Erdboden gleich gemacht. In Ungarn formieren sich die Rechtsradikalen immer wieder neu, zum Beispiel in den Gruppen ÔÇ×F├╝r eine bessere ZukunftÔÇť und ÔÇ×Neue Ungarische GardeÔÇť. Beide entsprangen dem mittlerweile verbotenen paramilit├Ąrischen Arm der faschistischen Jobbik, der ÔÇ×Ungarische GardeÔÇť. Ihre Angriffe auf Roma rei├čen nicht ab und sind immer wieder traurige H├Âhepunkte der Tagesprese. In Gro├čbritannien nehmen die zust├Ąndigen Sozialbeh├Ârden arbeitslosen Roma ihre Kinder ganz offiziell weg. Das Argument ist ganz simpel: Arbeitslose Eltern seien nicht in der Lage, ihre Familien zu unterhalten. In der Slowakei sind die als “Zwangssterilisationen” ├╝berf├╝hrten “Behandlungen” an Romafrauen, die vorher nicht ├╝ber den Sinn und die Konsequenzen des Eingriffes informiert wurden, trauriges Zeugnis einer bedr├╝ckenden Tradition.

Vor diesem Hintergrund veranstaltete das B├╝ndnis am 02. Oktober 2012 einen sehr gut besuchten Filmabend im Rosenwinkel, bei dem der klare Wunsch der Roma laut wurde, die Wut ├╝ber den rassistischen Alltag, der gepr├Ągt ist durch Armut, Ausgrenzung und Abschiebung, auf die Stra├če zu bringen.

Gemeinsam mit den Roma aus dem Rosenwinkel ruft das B├╝ndnis deshalb f├╝r den kommenden Samstag, 13. Oktober zu einer Demonstration und Kundgebung auf. Wir treffen uns um 11 Uhr im Rosenwinkel und ziehen ├╝ber die Unterk├╝nfte Hagenweg / Neuer Weg in die Stadt. Um 12:30 werden wir uns zu einer Kundgebung am G├Ąnseliesel versammeln.

 

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